Gute Vorsätze 2018: Weniger ist mehr. Und nachhaltiger.

Wie so viele Selbstoptimierungssklaven fasse auch ich jedes Jahr wieder mehr oder weniger realistische Vorsätze für das neue Jahr, die dann mehr oder weniger gut umgesetzt werden. Für 2017 hatte ich mir laut Liste sportlich so einiges vorgenommen, erreicht habe ich davon quasi nichts.

Aus fünf Klimmzügen wurden nur vier und ein bisschen; aus einem 30 Sekunden Handstand wurde ein 10 Sekunden schiefer Turm von Pisa; und aus der nächsten Schwierigkeitsstufe beim Bouldern wurde eine ausgiebige Fallschule. Für 2018 habe ich deshalb dazu gelernt und neben noch unrealistischeren sportlichen Zielen mir selbst eine nicht-sportliche und deshalb hoffentlich machbare Aufgabe gestellt.

Im Jahr 2018 werde ich keine neuen Sachen kaufen.

Und damit ich besser bei der Stange bleibe als bei den Klimmzügen (ha!), werde ich ab und an hier darüber berichten, wie es mir mit dem guten Vorsatz geht. Denn einfach wird die Angelegenheit sicher nicht. Obwohl ich ein eingefleischter Secondhand- und Kleiderkreisel-Shopper bin, begehe ich doch hin und wieder eine Nachhaltigkeitssünde. Vor allem in Sachen Sneakern kann ich mich nur schwer zurückhalten. Da meine Sammlung inzwischen aber schon einem Snipes-Store ähnelt und in diesem Jahr mal wieder ein Umzug ansteht, ist es vielleicht ganz gut, wenn ich etwas kürzer trete (ha!).

Der Umzug wird sicherlich die nächste größere Hürde auf dem Weg zu einer positiven Nachhaltigkeitsbilanz. Schließlich geht es in die erste gemeinsame Wohnung mit dem Bockmister und da müssen einige Dinge angeschafft werden: Möbel natürlich, aber auch Geschirr, Bettwäsche und Teppiche. Glücklicherweise haben unsere Eltern den Sammelwahn einer Post-Kriegsgeneration. In den diversen Kellern und auf den Speichern werden wir sicherlich fündig. Alles andere müssen wir uns dann irgendwie über diverse Portale (Ebay Kleinanzeigen, die berühmten Facebook-Verkaufsgruppen – Tipps?) zusammen suchen. Das wird sicherlich aufwändiger als der eine Trip zu IKEA und Köttbullar springen dabei wohl auch nicht raus.

Ich ahne aber auch, dass dieser Vorsatz auf sportlichem Gebiet ebenfalls schwer einzuhalten ist. Gebrauchte Sportkleidung zu kaufen kostet nicht nur hygienisch Überwindung, gerade bei Sport-BHs ist es vermutlich auch schwer, das richtige zu finden. Und was ich mache, falls meine Boxhandschuhe oder -stiefel aus dem Leim gehen, kann ich mir gar nicht vorstellen. Immerhin wird das alles einfacher, als zehn Klimmzüge zu schaffen, geschweige denn einen einarmigen Handstand. Rede ich mir zumindest momentan noch ein.

Und jetzt werfe ich mich erstmal in meine beste Secondhand-Schale und verabschiede das alte Jahr mitsamt aller gescheiterten Vorsätze gebührend.

2 Antworten auf „Gute Vorsätze 2018: Weniger ist mehr. Und nachhaltiger.“

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.