Warum gibt es keinen Feiertag für Männer?

Männer bei einer Demonstration mit dem Banner "Men of Quality respect Womens Equality"

Berlin gehört traditionell zu den Bundesländern mit den wenigsten Feiertagen. Wenn man, wie ich, aus dem feiertagsgesegneten Baden-Württemberg kommt, ist das ein harter Schlag: Heilige Drei Könige, Gründonnerstag, Fronleichnam und Allerheiligen – ersatzlos gestrichen. Trotzdem möchte ich nicht wieder zurück in den katholischen Süden, denn Berlin hat einen Feiertag, der besser ist: den Weltfrauentag. In diesem Jahr wird der 8. März in Berlin zum ersten Mal als offizieller Feiertag gefeiert. Das gefällt nicht allen. Nicht wegen des freien Tages natürlich, sondern wegen der Frauen: „Warum gibt es keinen Männertag???“ Hört und liest man (vorzugsweise in Großbuchstaben) allerorts. Ich bin so frei und erkläre das mal eben:

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Eine Kritik der Konmari-Methode

Putzutensilien an Wandhaken

Das hier soll kein Plädoyer für Unordnung sein. Ich liebe aufgeräumte Zimmer. Es gibt nur eines, was ich noch mehr liebe: das Aufräumen selbst. Die Konmari-Methode praktiziere ich bereits seit ich etwa sechs Jahre alt bin – eine Marie Kondo Jüngerin avant la lettre. Meine liebste Nachmittagsbeschäftigung als Kind war es, meinen kompletten Kleiderschrankinhalt auf den Boden zu kippen, mir ein neues Ordnungssystem auszudenken und dann alles wieder einzuräumen. Trotzdem bin ich von Aufräumen mit Marie Kondo, dem ersten Netflix-Hit des noch jungen Jahres, enttäuscht. Vieles an der Sendung hat mich sogar wütend gemacht. Wütend genug für einen ganzen Artikel. 

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Über den Umgang mit muskulösen Frauen

Muskulöse Frauen Rückenansicht Halbtotale einer Frau mit schwarzem Sport-BH mit Ringerrücken. Muskulöser Rücken, blonde offene Haare

Der Umgang mit dem Anderen ist, darüber sind sich Kulturwissenschaftler*innen einig, immer ein guter Indikator für die Gesamtverfasstheit einer Gesellschaft. Das Andere kann dabei viele Gesichter haben. Das von Mesut Özil zum Beispiel. Es kann aber auch weniger individuell sein. Wie es um eine Gesellschaft steht zeigt sich auch daran, wie sie mit denjenigen umgeht, die gewissen Normen nicht entsprechen. Dazu gehört die muskulöse Frau, die mit ihrem Äußeren ganz grundsätzliche Machtstrukturen und Gewohnheiten infrage stellt. Der Umgang mit ihr fällt deshalb vielen schwer. Ein Leitfaden:

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Die Powerfrau in uns: Feministische Playlist und Kick-Ass Workouts

Frau, die gerade Hantelscheiben auf Langhantel montiert

Natürlich ist mir längst die Geschlechterungerechtigkeit in meinen Playlisten aufgefallen.  Ich meine: Von fünf Lieblingsalben im Jahr 2017 ist nur eines von einer Frau.  Bei den zehn besten Songs des Jahres ist auch nur ein Song von einer Frau, dafür mindestens die Hälfte frauenverachtend. Kurz: Die Feministin in mir ist von mir und meinem Musikgeschmack schwer enttäuscht. Mit diesem Artikel voller wertvoller Powerfrauen-Musik und Workouts versuche ich sie zu besänftigen.

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